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23./24.07.11 - Berufsfeuerwehrtag

Am 23./24. Juli veranstaltete die Feuerwehr Denklingen für ihre Jugendfeuerwehr einen „24 Stunden Berufsfeuerwehrtag“. Um 8 Uhr am Samstag den 23. Juli ging’s los. Der Tag begann mit organisatorischen Dingen, das Essen mussten wir selber planen und einkaufen, die Einsatzkleidung musste hergerichtet werden und der Tagesablauf wurde besprochen.

Um kurz nach 9 ging dann zum ersten Mal der Alarm (per SMS aufs Handy + kleine Sirene). Es wurde ein Holzunfall gemeldet, wir mussten mit den Hebekissen einen Holzarbeiter, der unter einem Baumstamm lag, retten. Zuerst sicherten wir den Stamm gegen das Wegrollen um ihn dann mit unseren Hebekissen anzuheben. Es lief alles gut und nach kurzer Zeit konnten wir zurück ins Gerätehaus kehren. Danach mussten wir unser HLF wieder Einsatzbereit machen und die Einsatzgeräte trocknen, da es während des Einsatzes geregnet hat.

Um 11:20 Uhr läuteten zum zweiten Mal alle Handys. Diesmal war ein Daxenfeuer der Grund des Alarmes. Das Daxenfeuer wurde mit zwei C-Rohren bekämpft, die Wasserversorgung kam über unser Wasserfass. Hierfür musste das Wasserbecken aufgebaut und eine Saugleitung am HLF gekuppelt werden. Um unsere Fahrzeuge wieder auf Vordermann zu bringen benötigten wir diesmal mehr Zeit, da es nach wie vor regnete und der Einsatzort sehr matschig war. Dann gab es Mittagessen und wir hatten  Zeit uns zu erholen, da einige eine anstrengende Nacht hinter sich hatten.

Mehrere spielten Karten als der nächste Alarm um ca. 15:15 Uhr ausgelöst wurde. Es ging zu unserem schwersten Einsatz des Tages, einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person im Auto eingeschlossen war. Das Fahrzeug lag auf der Seite und lehnte an zwei Mauern, nebenan brannte ein kleines Feuer. Zeitgleich mussten wir das Auto sichern, uns um die Verletzte kümmern und das Feuer löschen (schweres Rettungsgerät war uns nicht erlaubt). Nach einiger Zeit bemerkten wir, dass einige Meter entfernt noch eine weitere Person lag. Die Verletzte aus dem Auto wurde über die obere Tür gerettet. Bei der Einsatznachbesprechung meinte unser Kommandant, dass er bei diesem Einsatz in Wirklichkeit ebenfalls seine Probleme gehabt hätte und wir das sehr gut gelöst haben.

Kurz nachdem wir dann zurück am Gerätehaus waren, ging es schon wieder los. Dieses Mal wurde ein Chemieunfall simuliert bei dem unbekannte Stoffe ausgetreten sind. Unser Gruppenführer (bei jedem Einsatz einer von uns) lies zwei Leute mit schwerem Atemschutz ausstatten um die Lage zu erkunden. Wir haben dann festgestellt, dass wir hier nichts weiter machen können, als auf Spezialkräfte zu warten. Um die zwei Atemschutzgeräteträger zu dekontaminieren haben wir ein Notdekontaminatiosbecken aufgebaut - man beachte unsere „Atemschutzgeräte“ (siehe Bilder).

Nachdem wir wieder Einsatzbereit waren, ging’s an die Vorbereitung für das Abendessen. Kurz bevor wir unser Grillfleisch auflegen konnten kam der nächste Einsatz. In einer Kiesgrube bei einem Industriebetrieb war ein Spaziergänger abgestürzt. Mit  Hilfe unserer erweiterten Absturzsicherungsausrüstung wurden 4 Träger zum Verletzten abgeseilt, der Verletzte in die Schleifkorbtrage gelegt und alle 5 Personen über einen Flaschenzug den Hang hoch gezogen.

Nach diesem Einsatz konnten wir endlich unser wohlverdientes Abendessen genießen. Zur Entspannung gab’s danach noch einen Comic-Film im Schulungssaal.

Kurz nach halb 11 ging es dann weiter mit einer Rauchentwicklung im Musik- und Landjugendheim. Unser schönster Atemschutztrupp wurde zur Entrauchung ins Gebäude geschickt.

Noch während der Aufräumarbeiten herrschte Aufregung im FW-Haus, da wir über Funk von einem VU in Leeder hörten. Kurz darauf wurde die Alarmstufe erhöht, ein Vollalarm kam und die Aktiven mussten zu dem VU ausrücken. Wir verfolgten den Einsatz über Funk und spielten Karten, bis „die Großen“ wieder zurück waren.

Danach ging’s für eine gute Stunde in den Schlafsack bis wieder alle Handys klingelten und die kleine Sirene anlief. Die Bandmeldeanlage beim Hirschvogel hatte ausgelöst. Nach kurzer Erkundung durch einen Atemschutztrupp stellten wir fest, dass es ein Fehlalarm war. „Endlich schlafen“ - bei diesem Gedanken blieb es, denn kaum wollten wir uns hinlegen, kam der letzte Alarm. Zum Abschluss durften wir (typisch für eine der Haupttätigkeiten in der heutigen Zeit) auslaufende Betriebsstoffe nach einem Unfall mit Ölbindemittel aufnehmen. Vollkommen erschöpft ging’s dann aber endgültig ins Bett bis es in der Früh um 8 Uhr Frühstück gab.

Der Tag war für alle sehr interessant und wir haben vieles gelernt. Natürlich ist der Spaß auch nicht zu kurz gekommen.

Wir bedanken uns bei allen Helfern, die diesen Tag ermöglicht haben.

 

 
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